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Am 23. und 24. September 2009 fand eine Katastrophenschutzübung der EU mit dem Namen „FloodEx“ in den Niederlanden statt. Die Teilnehmer kamen aus den Nachbarstaaten, sowie aus Polen und Estland. Aus Deutschland war das THW mit großen Pumpen und auch die DLRG mit Wasserrettungsbooten dabei.

Die Übung knüpfte an die verheerende Flut des Jahres 1953 an. Damals starben fast 2000 Menschen. Die Flut kam völlig unerwartet am Wochenende gegen 22 Uhr. Da die Dienststellen geschlossen waren und durch die Überflutung die Stromnetze und die Telefonnetze bedingt durch Wasser-Kurzschlüsse ausfielen, wusste niemand vom Todeskampf der Bevölkerung an der Küste. de.wikipedia.org/wiki/Flutkatastrophe_von_1953

Einige Funkamateure setzten sich mit ihrer Autobatterie und ihrem Funkgerät auf die Hausdächer und riefen um Hilfe. Das hatte zur Folge, dass weltweit die Notsituation der Küstenbewohner bekannt wurde. Auch die niederländischen Behörden wurden durch die „hörenden“ Funkamateure alarmiert und eine riesige Rettungsaktion begann. Übrigens ist dieses Ereignis verfilmt worden - De Storm - und läuft zur Zeit in den niederländischen Kinos. Als Folge vor weiteren Fluten entstand das Schelde-Stauwerk.

Somit standen wichtige Eckpunkte der Übung fest: kein Behörden-Funk, kein Telefon, kein Handy. Die dem Katastrophenschutz unterstellten Funkamateure von DARES (Dutch Amateur Radio Emergency Service) übernahmen die Kommunikationsübermittlung. Dabei wurde bewusst darauf vertraut, dass Funkamateure (aufgrund ihrer Ausbildung und staatlichen Prüfung) immer eine Lösung finden, wenn denn nichts mehr geht. Und so war es auch. Weltweit wurde von den Katastrophenschutzeinheiten der Funkamateure dieser Übung offiziell zugehört. Weltweit, außer den Funkamateuren der kommunistischen Staaten und Deutschland.

Notfunk Kreis Wesel hatte sich bei der EU zur Unterstützung von DARES rechtzeitig angemeldet – was auch wohlwollend von allen Beteiligten zur Kenntnis genommen wurde -, allerdings wurde unsere Anmeldung durch einen deutschen Mit-Veranstalter niedergeschlagen!

Anfangs wurde leider alles über das TETRA-Netz abgewickelt, bis es tatsächlich ein Problem gab. Ab dann hatten die Funkamateure von DARES die Technik fest in der Hand.

Nach und nach wurde die Kommunikation dann von den Behörden übernommen.

Letztendlich war die Übung ein voller Erfolg. Auch wurde festgestellt, dass die staatlichen Funkamateure problemlos in einen Einsatz integriert werden können und aufgrund ihres Wissens Fachleute der Funk-Kommunikation sind. Denn die nächste Flut kommt aufgrund der globalen Erwärmung bestimmt! Und dann ist jede fachliche organisierte Hilfe wichtig!

Artikel 'De Telegraaf': Zendamateurs moeten C2000 vervangen

Über die Aufgaben der Funkamateure während der Übung und die Probleme des digitalen Funknetzes Update video 'Hart van Nederland' (SBS 6): Grootste overstroming ooit

Video über die Übung, mit DARES und DLRG. Die Katastrophenschutzeinheit der Funkamateure in den Niederlanden

Emergency Communication, nicht nur für Notfunker!

Bitte mit FloodEx im Internet suchen

www.dares.nl
www.raynet-uk.net/